"Und als es nichts mehr für ihn zu tun gab, legte er die Sachen beiseite und sah aus dem Fenster auf die kahlen und leeren herbstlichen Felder. Noch immer lag Nebel über den Wiesen, und die Wälder waren dunkel und feucht vom Regen. Die Zeit verflog, während die großen Städte vorübereilten. Auf den weiten Strecken wurden ihm die Augen schwer, und ohne es zu wollen, sank er in einen Schlummer, durch den das Fahren des Zuges nur wie entferntes Rauschen zu ihm drang. Ihm zeigten sich seltsame Bilder, freudlos wie die Landschaft, durch die er fuhr. Grau wie die Jahreszeit. Sie waren wie seine Stimmung, so, wie er sich tief im Inneren fühlte. Und er blickte in Gesichter, die totenblass waren und ihn leidvoll ansahen. Sie flüsterten ihm warnende Worte zu, die er nicht verstand, die in seinen Ohren nicht mehr als das Raunen und Rauschen des Zuges waren.
Er wusste nicht, wie lange er so dasaß und mit halb offenen Augen träumte. Seine Gedanken schweiften in dieses ihm unglaublich ferne Land. Er fand sich an abgelegenen, unheimlichen Orten, die er in seinem Leben nicht kannte und spürte dabei die Kälte, den Wind und den Regen, der ihm ins Gesicht schlug. Dunkelheit umgab ihn. Wolken zogen am finstren Himmel, und er war umgeben von den Lauten der Nacht. Von fern eilten sie heran, überflogen verfallene Mauern, brachen sich an jahrhundertealten Gebäuden und ließen ihn erschaudern, sodass er sich angstvoll umsah und wünschte, er könnte sich in seiner Verzweiflung zu einem sicheren Ort hinflüchten. Aber da war nichts, wohin er sich wenden konnte. Keine Tür, kein Fenster, nicht der kleinste Spalt. Sein Herz schlug heftig, und seine Haut war kalt und feucht, als er schließlich erwachte. Er fühlte sich, als wäre er noch nicht zurückgekehrt aus seinem Traum, als wäre er noch immer gefangen in dieser unsagbaren Dunkelheit."